Verfahren · Stufe I–III

Drei Phasen.
Ein Modell.

Vier Jahrzehnte Entscheidungen haben in Ihnen etwas erzeugt, das in keinem Organigramm, keinem Handbuch und keiner Nachfolgeregelung steht: Urteilskraft. Wir stellen die richtigen Fragen, lange genug, in der richtigen Reihenfolge — und bauen aus Ihren Antworten ein Modell Ihres Denkens.

Phase 01 — Tag 1–30 (Basis)

Elizitation

Täglich eine einzige, präzise Frage — dort, wo Sie ohnehin denken: auf Ihrem Telefon. Jede Frage baut adaptiv auf Ihren bisherigen Antworten auf und bohrt dort nach, wo Ihre Erfahrung am dichtesten ist: kritische Entscheidungen, Fehleinschätzungen, Grauzonen, Bauchgefühle, die sich als richtig erwiesen.

Phase 02 — parallel

Strukturierung

Aus Episoden werden Muster. Ihre Antworten werden methodisch verdichtet zu Heuristiken, Entscheidungsregeln, Prioritätenordnungen und Grenzfällen — dem eigentlichen Gerüst Ihres Urteilsvermögens, das Sie selbst so nie aufgeschrieben hätten.

Phase 03 — ab Tag 30

Modellierung

Das strukturierte Wissen wird in ein maschinell nutzbares Mind Model überführt: abfragbar im Dialog, integrierbar in Ihre Organisation, trainierbar auf neue Lagen. Ihr Denken — verfügbar, auch wenn Sie nicht im Raum sind.

Abb. 1 · Die Architektur der Methode
01 · AusgangslageDichtes Knäuel glühender Kupferfäden — Sinnbild für ungehobenes implizites Wissen

Implizites Wissen

Jahrzehnte Urteilskraft — an Ihre Person gebunden, nirgends dokumentiert, für niemanden zugänglich. Noch.

Jahrzehnte · ungehoben
02 · Tag 1–30Ein einzelner Kupferfaden mit leuchtenden Knoten — Sinnbild für die tägliche Frage

Elizitation in Serie

Täglich eine präzise Frage auf Ihr Telefon — Critical Decision Method, Laddering, Grenzfallfragen. Episode für Episode.

30 Tage · 1 Frage / Tag
03 · parallelKupferfäden, zu einem präzisen Gewebe geordnet — Sinnbild für Strukturierung

Strukturierung

Aus Episoden werden Muster: Heuristiken, Entscheidungsregeln, Grenzfälle — das Gerüst Ihres Urteilsvermögens.

Muster statt Anekdoten
04 · ErgebnisEin Bogen aus Kupferfäden mit leuchtendem Punkt — das Mind Model

Mind Model

Ihr Denken als maschinell nutzbares Modell: abfragbar im Dialog, integrierbar in Ihre Organisation — und in Ihrem Besitz.

Abfragbar · übertragbar · Ihres

Abb. 1 — Externalisierung impliziten Wissens nach der mindmodels-Methode. Der tägliche Kurz-Dialog (Critical Decision Method, Kontrast- & Grenzfallfragen, Laddering) hebt episodisches Erfahrungswissen; die laufende Verdichtung überführt es in drei modellierbare Ebenen, aus denen das persönliche Mind Model entsteht. Verfahren: Christopher Peterka, gannaca.

V·01Der Methodenkanon — welche Techniken wann greifen

Der Seriendialog rotiert sechs Elizitationstechniken, jede hebt eine andere Schicht des Entscheidungswissens:

  • Cue-Capture (Blitz-Urteil): erfasst die Mustererkennung des ersten Blicks — das, was Experten »sofort sehen« (Recognition-Primed Decision, Klein).
  • Experten-Novizen-Kontrast: macht implizite Hinweisreize explizit, indem gefragt wird, was Unerfahrene übersehen.
  • Premortem: hebt Risikoheuristiken durch prospektive Rückschau (Klein 2007).
  • Kalibrierung: erhebt Schwellenwerte und Zahlengefühl — wo kippt ein Urteil?
  • Episoden-Anker: aktiviert autobiografisches Erfahrungswissen entlang der Critical Decision Method (Klein, Calderwood & Macgregor 1989).
  • Handlungssimulation: erfasst Prozess- und Netzwerkwissen (»Ihre ersten drei Anrufe?«).

Die Reihenfolge ist kein Zufall, sondern ein vorab festgeschriebenes, auditierbares Protokoll — Fragetechnik und Tageszeit rotieren nahezu orthogonal, damit Muster sauber zuzuordnen sind.

V·02Chronometrie — warum auch das Wann Ihrer Antworten zählt

Die Methode arbeitet mit Elementen des Experience Sampling (Ecological Momentary Assessment, Shiffman et al. 2008): Fragen erreichen Sie zu systematisch variierten Tageszeiten. Antwortlatenz, Modalität und Ausführlichkeit werden — mit Ihrem Wissen und Einverständnis — als Kontextsignale mitgelesen.

So entsteht nicht nur ein Bild was Sie urteilen, sondern wann Ihr Urteil analytisch, wann es assoziativ arbeitet. Für das spätere Modell ist das Gold: Es lernt auch die Betriebsbedingungen Ihres Denkens.

V·03Gütekriterien — was die Methode von einem Fragebogen unterscheidet
  • Serialität: 30 Tage täglicher Dialog schlagen jede Wochenend-Klausur — Konsistenz und Widersprüche werden über Zeit sichtbar, nicht in einer Momentaufnahme.
  • Adaptivität: Jede Frage baut auf allen vorherigen Antworten auf; die Fragen-Engine kalibriert sich auf Ihre Denkweise.
  • Triangulation: Episoden, Heuristiken und Kalibrierungswerte werden gegeneinander geprüft; das Modell übernimmt nur, was mehrfach trägt.
  • Auditierbarkeit: Sendeplan, Fragetechniken und Verdichtungsschritte sind protokolliert — die Provenienz jedes Modellbausteins bleibt nachvollziehbar.
  • Review-Schleife: Sie korrigieren das entstehende Modell — es lernt aus Ihrem Widerspruch (Member Checking).

Kein Mind Model gleicht dem anderen.

Wie sieht Urteilskraft aus, wenn man sie sichtbar macht? Vier Modelle, vier völlig verschiedene Architekturen — denn ein Dealmaker denkt anders als ein Verhandler, ein Portfolio-Stratege anders als ein Krisen-Entscheider. Die Skulpturen zeigen, was die Methode hebt: Struktur, Dichte und Wege eines je einzigartigen Denkens.

Abb. 2 — Vier Urteils-Architekturen. Künstlerische Materialisierungen realer Modelltypen aus der mindmodels-Werkstatt. Ihr Modell wird anders aussehen — das ist der Punkt.

Zwei Wege hinein — einer kostet 490 €, einer ein Gespräch.

Die Probe ist der kleine Beweis in sieben Tagen, voll anrechenbar auf Stufe I. Das Mandat ist der ganze Weg: 30 Tage, ein Modell, Ihr Eigentum. Für Hochschulen und Organisationen gibt es das Jahrgangs-Programm.